{"id":783,"date":"2021-12-22T22:26:28","date_gmt":"2021-12-22T21:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/hexe-esmeralda.de\/?p=783"},"modified":"2021-12-22T22:26:28","modified_gmt":"2021-12-22T21:26:28","slug":"rauchnaechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hexe-esmeralda.de\/?p=783","title":{"rendered":"Rau(ch)n\u00e4chte"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/hexe-esmeralda.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Raunaechte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"887\" src=\"https:\/\/hexe-esmeralda.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Raunaechte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-784\" srcset=\"https:\/\/hexe-esmeralda.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Raunaechte.jpg 1024w, https:\/\/hexe-esmeralda.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Raunaechte-300x260.jpg 300w, https:\/\/hexe-esmeralda.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Raunaechte-768x665.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Herkunft des Namens Raunacht ist umstritten, schriftlich \u00fcberliefert ist von den Br\u00e4uchen aus der Anfangszeit kaum etwas. \u00dcber die Jahrhunderte wurde vieles nur m\u00fcndlich weitergegeben. Erstmals erw\u00e4hnt wurden die Rauhn\u00e4chte im 16. Jahrhundert in Dokumenten. Vermutlich hatte es seinen Ursprung aus dem mittelhochdeutschen rouch = r\u00e4uchern oder ruch = wild, pelzig, haarig und bezieht sich da auf den alten Brauch der Perchtenl\u00e4ufen die es heute noch in manchen Gegenden gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 4 wichtigsten Raun\u00e4chte sind:<\/p>\n\n\n\n<p>21.\/22. Dezember  Thomasnacht<\/p>\n\n\n\n<p>24.\/25. Dezember  Christnacht<\/p>\n\n\n\n<p>31. Dezember\/1. Januar  Silvester \/Neujahr<\/p>\n\n\n\n<p>5.\/6. Januar  Hl. Drei K\u00f6nig<\/p>\n\n\n\n<p>Die Raun\u00e4chte begannen urspr\u00fcnglich in der Thomasnacht 21. auf 22. Dezember also die Wintersonnenwende (die l\u00e4ngste Nacht und der k\u00fcrzeste Tag sind durchlebt. Jetzt steigt die Sonne wieder nach oben \u2013 die Kr\u00e4fte des Lichts haben gesiegt und die Tage werden l\u00e4nger) Inzwischen beginnen die Raun\u00e4chte in den meisten Gegenden nach der heiligen Nacht, also in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember. Zw\u00f6lf N\u00e4chte dauern sie bis zu Hl. Drei K\u00f6nig am 6. Januar. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist die Zeit da Winterst\u00fcrme \u00fcber das Land fegten und so glaubte man in vorchristlicher Zeit ,dass dunkle M\u00e4chte den Menschen schaden wollen, also  verliesen sie das Haus nach hereinbrechen der Dunkelheit nicht mehr, denn nun ritt die Percht mit ihrem wilden Gefolge \u00fcbers Land. Die m\u00e4chtigste Unterweltg\u00f6ttin im Alpenraum herrschte \u00fcber Leben und Tod. Und man sagte sie holt die toten Seelen, die bis zu den Raun\u00e4chten umherirrten und sich an Wegkreuzungen und verwunschenen Pl\u00e4tzen sammeln. Die Percht hatte ein g\u00fctiges und schreckliches Gesicht, je nachdem wie die Seelen in Ihrem Leben waren. Nat\u00fcrlich wollte kein Lebender in der Dunkelheit auf dieses Heer von Waldgeistern, Gnomen und Kobolden treffen und mitgenommen werden. <\/p>\n\n\n\n<p> Im Norden Europas treibt lt. der germanischen Mythologie die  \u00bbwilde Jagd\u00ab  ihr Unwesen, angef\u00fchrt von Odin und Frau Holle. Der Brauch sagt, dass in den Raun\u00e4chten keine W\u00e4sche gewaschen und aufgeh\u00e4ngt werden durfte, das ist eng mit der \u00bbwilden Jagd\u00ab verbunden. Ein Heer von Reitern ist unterwegs und der Sage nach werden alle, die die wilde Jagd sehen, also sich im Freien aufhalten, von ihr mitgerissen. Von Frau Holle sagt man da\u00df sie jedes wei\u00dfe W\u00e4schest\u00fcck dass auf der Leine h\u00e4ngt zu einem Leichentuch macht. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese zw\u00f6lf N\u00e4chte sind auch der H\u00f6hepunkt des Orakeljahres. Jede Nacht  steht f\u00fcr einen Monat, es wird auf das Wetter geachtet, das Essen, die Stimmung und vor allem auf die Tr\u00e4ume, die haben in den Raun\u00e4chten eine besondere Bedeutung. Jede Nacht der zw\u00f6lf steht f\u00fcr einen Monat und entsprechend werden die Tr\u00e4ume gedeutet. Es gibt auch die Tradition in den ersten sechs N\u00e4chten das Vergangene abzuschlie\u00dfen, in den n\u00e4chsten sechs N\u00e4chten wird das Kommende visioniert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00e4uchern in den Raun\u00e4chten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit r\u00e4uchert man tags\u00fcber sch\u00fctzend und reinigend, abends um durch den Rauch in die Zukunft zu schauen. Am Dreik\u00f6nigstag wird zum Abschluss mit weihenden Harzen und Pflanzen durch das Haus gegangen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geeignete R\u00e4ucherpflanzen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00fctzend und reinigend: Beifu\u00df, Salbei, Engelwurz, Holunder, Lavendel, Mistel<\/p>\n\n\n\n<p> Zum Orakeln: Schafgarbe, Lorbeer, Mistel <\/p>\n\n\n\n<p>Weihend: Mariengras, Rose, Myrrhe und Weihrauch<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herkunft des Namens Raunacht ist umstritten, schriftlich \u00fcberliefert ist von den Br\u00e4uchen aus der Anfangszeit kaum etwas. \u00dcber die Jahrhunderte wurde vieles nur m\u00fcndlich weitergegeben. Erstmals erw\u00e4hnt wurden die Rauhn\u00e4chte im 16. Jahrhundert in Dokumenten. Vermutlich hatte es seinen Ursprung aus dem mittelhochdeutschen rouch = r\u00e4uchern oder ruch = wild, pelzig, haarig und bezieht sich da auf den alten Brauch der Perchtenl\u00e4ufen die es heute noch in manchen Gegenden gibt. 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